Nur das Original?

von Inga Müller

Die zugeschriebene Einzigartigkeit ist das wohl ausschlaggebendste Merkmal von Originalen. In Museen gilt es oft als selbstverständlich, dass es sich bei ausgestellten Objekten um Originale handelt. Objekte werden mit Aura aufgeladen, die sie einmalig und unersetzbar scheinen lassen. Doch wie entsteht Aura?
Das sich die Aura in ihrem einmaligen „Hier und Jetzt“ nicht mit-reproduzieren lässt, stellt Walter Benjamin schon 1935 dar und definiert sie als „Erscheinung der Ferne, so nah sie sein mag“. Er hebt das Unerreichbare hervor indem er die unüberbrückbare Distanz beschreibt. Unterscheidet sich die Aura eines Originals unverkennbar von der einer Fälschung oder der eines virtuellen Objekts und ändert sich durch eine Reproduktion der Wirklichkeit heute tatsächlich unsere Wahrnehmung?
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