Ist das legitim oder kann das weg?

von Sarah-Louise Rehahn

Unter welchen Bedingungen wird entschieden, was in Ausstellungen gezeigt wird? Wer behauptet, was mittlerweile Konsens ist und somit dem allgemeinen Kanon angehört?
Museen sammeln und stellen das „kulturelle Erbe“ aus. Doch kann, angesichts von Schnelllebigkeit und globaler, transkultureller Vernetzung überhaupt noch von einem repräsentativen, „kulturellen Erbe“ die Rede sein?
Vor allem im Kunstbereich scheint die Kanonbildung immer mehr durch wirtschaftliche Bedingungen, durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Spiegelt diese Vormacht an ökonomischen Modalitäten, auch auf kultureller Ebene, unsere gegenwärtige Gesellschaft wieder? Und ist es möglich oder überhaupt wünschenswert dem entgegenzuwirken?
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