Wie messie sind Museen?

von Ria Marleen Glaue

Museen sammeln – vieles, und davon viel – und gelten als Meister der Ordnung.
Doch immer wieder wird über museale Objekte im Zusammenhang mit Sensationsfunden und Verlustmeldungen berichtet. Wie fehleranfällig und unvollkommen sind museale Ordnungen?
Wenn Museen prinzipiengeleitet sammeln,  sortieren und ordnen,  wie kann es dann zu derartigen Unruhen in ihren Sammlungen kommen?  Kann man Museen also eine gewisse Messiness unterstellen, mit der sie im Umgang mit der Dynamik der Dinge,  die sich nicht widerstandslos an ihre Plätze fügen und sich gegen ihren Zugriff wehren,  überfordert sind? (vgl. Clifford 1990: 90) Von diesem Widerstand der Objekte gegen die Ordnungen wird in der Ausstellung berichtet.
Clifford, James (1990): Sich selbst sammeln. In: Korff, Gottfried / Roth, Martin (Hg.): Das historische Museum. Labor, Schaubühne, Identitätsfabrik. Frankfurt, 87-106.
Weiterlesen

weitere Perspektiven auf das Thema
Eine gewachsene Sammlung. Am Beispiel Stadtmuseum Oldenburg – Franziska Boegehold, M.A.
Ordnungen im Museum: Die museale Konstruktion sozialen Sinns – Dr. Vanessa Schröder
Museen. Die produktiven Messies – Prof. Dr. Rainer Stamm
Die blinden Passagiere auf der Arche Noah – Priv.-Doz. Dr. Mag. Martina Griesser-Stermscheg